Was es bedeutet, dass die Hälfte aller Deutschen ein Buch schreiben will

Die Diskrepanz zwischen literarischem Dilettantismus und Könnerschaft hat einen Schauplatz: die Buchmesse. Dort treffen sich die Produkte beider Qualifikationen. Unser Foto zeigt den Stand von Kiepenheuer & Witsch im Jahr 1975.

Wer für die Kunst lebt, setzt für sie oft genug finanzielle Stabilität, familiäres Glück und die Gesundheit aufs Spiel. Was bedeutet es, dass die Hälfte aller Deutschen ein Buch schreiben will? Ein Gastbeitrag.

Quelle: FAZ.NET

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Noa Noa

Im April 1891 schiffte sich der berühmte französische Maler Paul Gauguin nach Tahiti ein. Auf der Flucht vor der europäischen Zivilisation mietete er eine Hütte im Dorf Mataiea, 40 km von Papeete entfernt. Dort lernte er die Landessprache und bald lebte er mit der jungen Tahitianerin Téha’amana (genannt auch: Tehura) zusammen, die ihm häufig als Modell diente. So entstanden zahlreiche Gemälde mit tahitianischen Motiven. Sie geben jedoch nicht jenes reale Tahiti wieder, das Gauguin umgab, sondern die farbenprächtige, exotische Welt, die er sich erträumt hatte.
Während dieses Aufenthalts begann Gauguin mit den Arbeiten an seinem Buch Noa Noa (Duft), einer Beschreibung seines Lebens auf Tahiti. Darin mischt sich Erlebtes mit Erfundenem; auch war es seine Absicht, mit dem Buch beim europäischen Publikum Verständnis für seine Kunst zu wecken. Die französische Ausgabe von Noa Noa erschien 1897.
Diese neue deutsche, mit seinen Gemälden farbig illustrierte Ausgabe, lässt den Leser in die wunderschöne exotische Welt von Tahiti eintauchen und regt zum Träumen an.

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